C. Wirbelsäule / Rückenmark

Untersuchungsverfahren Grad der Empfehlung Evidenz-
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MRT Indiziert (P) B Bei Kindern und Adoleszenten MRT
RÖ WS pa bevorzugt
Fehlbildungen der Weichteile und Rückenmark, MR– oder Katheter–Angiographie bei Verdacht auf arteriovenöse Malformationen
Indiziert (W) C Speziell bei Skoliosebeurteilung etc.
CT Indiziert (W) C CT kommt bei knöchernen Detailfragen zum Einsatz
Untersuchungsverfahren Grad der Empfehlung Evidenz-
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MRT Indiziert (P) B MRT ist das Untersuchungsverfahren der Wahl
Indiziert (W) C Können ergänzend durchgeführt werden
CT Indiziert (W) C Bei speziell knöchernen Veränderungen
NM Indiziert (W) C Vor allem, um alle ossären Metastasen darzustellen, zur DD: Osteoidosteom, Spondylolyse
Untersuchungsverfahren Grad der Empfehlung Evidenz-
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MRT Indiziert (P) B Bandrupturen; Pannus bei rheumatoider Arthritis
Indiziert (P) B Konventionelles RÖ ist insbesondere bei Funktionsaufnahmen verlässlich, schnell und gut verfügbar mit guter Aussagekraft (auch bei rheumatoider Arthritis)
CT Indiziert (W) C Gute Darstellung der Gelenke von Schädelbasis bis C2
Bei überwiegend ossären Fragestellungen CT
Untersuchungsverfahren Grad der Empfehlung Evidenz-
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Indiziert (nB) C Die degenerativen Veränderungen zeigen oft keine Korrelation mit Symptomen, Schrägaufnahmen bei Verdacht auf Foramenstenosen
MRT Indiziert (W) C MRT bei neurologischen Zeichen zum Nachweis Bedrängung der Nervenwurzeln (Bandscheibe)
CT Indiziert (W) C Bei überwiegend ossären Fragestellungen CT
Untersuchungsverfahren Grad der Empfehlung Evidenz-
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Indiziert (nB) C Entsprechend klinisch definierte Symptomatik muss vorliegen
MRT Indiziert (W) C Diskus, Tumor, Entzündung, okkulte Fraktur etc.
CT Indiziert (W) C Bei überwiegend ossären Fragestellungen CT
NM Indiziert (W) C Ausschluss von Fraktur oder Osteomyelitis, Ausmaß generalisierter Sekundarisierung
Bei Verdacht auf Infektion: Anti–Granulozytenimmunszintigraphie
oder Szintigraphie mit markierten autologen Leukozyten
Untersuchungsverfahren Grad der Empfehlung Evidenz-
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Indiziert (nB) C Beim unspezifischen Kreuzschmerz (ca. 85 % der Kreuzschmerzen) ist innerhalb der ersten 4–6 Wochen nach Beschwerdebeginn keine bildgebende Diagnostik indiziert. Wichtig ist, dass keine klinischen Warnsymptome ("red flags", siehe C.7.) vorliegen.
MRT Indiziert (nB) B
CT Indiziert (nB) C
  • Auftreten im Alter von < 20 oder > 55 Jahren
  • Neurologische Defizite inklusive Reithosenanästhesie und Sphinkter– oder Gangstörungen
  • Ausgedehntes neurologisches Defizit
  • Frühere Tumorerkrankung
  • Allgemeines Unwohlsein
  • HIV–Infektion
  • Ungewollte Gewichtsabnahme
  • I.v.–Drogenmissbrauch
  • Corticosteroide
  • Kurz zurückliegende Verletzung
  • Bekannte entzündliche Erkrankung / Osteoporose
  • Belastungsunabhängiger / in Ruhe zunehmender Schmerz
  • Gleichzeitige thoracale Schmerzen
  • Persistierende schwere Einschränkung der lumbalen Flexion
  • Schwere strukturelle Deformitäten
  • Fieber
Klinische Warnsymptome
("red flags"):

Untersuchungsverfahren Grad der Empfehlung Evidenz-
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Indiziert (P/nB) C Bereits das Vorliegen einer red flag ergibt die Indikation zur frühzeitigen bildgebenden Diagnostik (P).
Der spezifische Kreuzschmerz (ca. 15% der Kreuzschmerzen) beinhaltet Kreuzschmerzen, die durch Neoplasmen, Entzündungen, Infektionen, Verletzungen, metabolische Knochenerkrankungen, psychische Erkrankungen, bestimmte degenerative Veränderungen, Nervenwurzelirritationen oder Cauda equina Syndrom verursacht werden. Bei der Suche nach spezifischen Schmerzursachen spielt die bildgebende Diagnostik eine wichtige Rolle. Je früher spezifische Schmerzursachen identifiziert werden, desto früher kann eine gezielte Therapie einsetzen, was den Therapieerfolg verbessern kann.
MRT Indiziert (P/nB) B
CT Indiziert (W) C
NM Indiziert (W) C Bei Verdacht auf entzündlichen oder neoplastischen Prozess und negativen oder nicht schlüssigen anderen Untersuchungen
Untersuchungsverfahren Grad der Empfehlung Evidenz-
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MRT Indiziert (P) C Von einer Therapieresistenz ist nach spätestens 4–6 Wochen auszugehen. Hier gilt dieselbe, wenn auch etwas zeitversetzte Indikation zur Bildgebung wie beim spezifischen Kreuzschmerz (siehe C.7.)
Indiziert (P) C
CT Indiziert (W) C
Untersuchungsverfahren Grad der Empfehlung Evidenz-
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MRT Indiziert (nB) B Hier müssen klinische Warnsymptome ("yellow flags") der nationalen und internationalen Leitlinien beachtet werden.
Liegen "yellow flags" vor und sind somit klare psychosoziale Ursachen gegeben, so ist keine bildgebende Diagnostik notwendig.
Liegen keine "yellow flags", sondern "red flags" vor, so wird eine weiterführende bildgebende Diagnostik wie beim spezifischen Kreuzschmerz (siehe C.7.) empfohlen.
Siehe auch: Friedrich M. (2011): Evidenz– und konsensusbasierte österreichische Leitlinien für das Management akuter und chronischer unspezifischer Kreuzschmerzen
Indiziert (W/nB) C
CT Indiziert (W/nB) C
Untersuchungsverfahren Grad der Empfehlung Evidenz-
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Indiziert (P) C
MRT Indiziert (W) C
CT Indiziert (W) C
Untersuchungsverfahren Grad der Empfehlung Evidenz-
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MRT Indiziert (P) A Insbesondere bei Verdacht auf Myelitis, Blutung, etc.
CT Indiziert (W) C
Untersuchungsverfahren Grad der Empfehlung Evidenz-
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MRT Indiziert (P) B MRT ist das erste Untersuchungsverfahren der Wahl bei allen genannten klinischen Verdachtssituationen
CT Indiziert (W) C Bei Verdacht auf knöcherne Veränderungen speziell eingesetzt
Myelographie bzw. Myelo–CT Indiziert (W) C In unklaren Fällen
Untersuchungsverfahren Grad der Empfehlung Evidenz-
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MRT Indiziert (P) A

Die Empfehlungen sind für Ärzte unverbindlich und haben weder haftungsbefreienden noch haftungsbegründenden Charakter.
Indiziert (P) = Primäruntersuchung | Indiziert (W) = weiterführende Untersuchung | Indiziert (nB) = nach Beobachtung